
Revierverhalten der Katze
Katzen sind, anders als Hunde, reviergebundene Tiere.
Um ihr Revier (Ein Areal, das für das Tier wertvolle Ressourcen enthält, wie Futter, Unterschlupf oder soziale Interaktion). zu verwalten, haben sie bestimmte Verhaltensweisen entwickelt.
Nur wenn Katzen sich in ihrer Umgebung wirklich wohl und sicher fühlen, können sie eine Beziehung zu anderen Tieren und Menschen aufbauen.
Territoriale Tiere wie Katzen haben einen stärkeren Bezug zu ihrem Revier als zu ihren Mitbewohnern (z.B. mit im Haus lebenden Katzen).
Katzen benötigen nicht zwingend ein großes Revier. Egal wie groß der Lebensraum ist, sie unterteilen ihn immer in mindestens drei Bereiche.
1. Rückzugsbereiche, in denen sich die Katze ausruht:
Dies sind häufig hochgelegene Plätze, an denen sich die Katze ungestört aufhalten kann. Diese Plätze werden selten mit anderen Katzen geteilt.
2. Aktive Bereiche, in denen die Katzen spielt, jagt, frisst und ausscheidet:
In Abhängigkeit von den vorhandenen Möglichkeiten sind Katzen häufig gezwungen, diese Bereiche zu teilen.
3. Durchgänge zwischen den verschiedenen Bereichen (festgelegt durch zahlreiche Erkundungen der Katze):
Diese Durchgangsbereiche ändern sich nur, wenn es eine Veränderung in der Umgebung gegeben hat.
Solange sich diese Bereiche und Durchgänge nicht ändern, fühlt sich die Katze sicher. Jede Art von Veränderung in der Umgebung stört das Gleichgewicht im Revier und führt zu Stress.
Einzelgängerische Jäger (wie die Katze) sind gerne alleine und brauchen ihre Unabhängigkeit. Sie teilen ungern ihr Revier mit anderen Mitbewohnern, weder mit anderen Katzen noch mit anderen Haustieren oder Menschen.
Katzenbesitzer von zwei oder mehr Katzen betrachten ihre Tiere häufig als Gruppe, die in der Lage ist, wichtige Ressourcen (wie z.B. Futter) gerecht zu teilen. In der Realität ist es jedoch wahrscheinlicher, dass jede dieser Katzen für sich lebt: mit wenig oder keiner Interaktion zu den anderen. Jede Interaktion, die notwendig wird, weil sich die Katzen Ressourcen teilen müssen (z.B. die Katzentoilette), ist ein potenzielles Stressrisiko. Je mehr Katzen in einem Haushalt leben, desto schlimmer kann die Situation werden.
Die Gewöhnung an andere Katzen ist ein schwieriger Prozess, der mit großem Stress verbunden ist und daher auch ein erhöhtes Risiko für Probleme im medizinischen und im Verhaltensbereich darstellt.
Um sich selbst sicher zu fühlen, markieren Katzen ihr Revier mit verschiedenen optischen und geruchlichen Signalen. Ein normales Verhalten, das für das Wohlbefinden der Katze notwendig ist.
Harnmarkieren ist eine der grundlegenden Methoden der Katze, ihr Revier zu markieren. Ob männlich oder weiblich, kastriert oder nicht kastriert, fast alle Katzen legen dieses Verhalten an den Tag.
Während draußen das Harnmarkieren häufig toleriert wird, wird es drinnen für die Besitzer aufgrund der starken Geruchsbelästigung und der Hygiene zu einem Problem.
Harnmarkieren erfolgt in einer Reihe von Verhaltensabläufen.
Die Katze nimmt dabei eine spezielle Körperhaltung ein, die leicht zu erkennen ist.
Man kann verschiedene Arten von Kratzen beobachten:
Das Setzen von Duftmarken mittels Gesichtspheromonen ist jedem Besitzer bekannt.
Wenn die Katze sich in ihrer Umgebung sicher fühlt, markiert sie die Umgebung (z.B. Möbelstücke oder andere Objekte) mit einem Gesichtspheromon. Dieses Pheromon setzt sie ab, indem sie ihren Kopf (vom Kinn bis zum Ohr) an den entsprechenden Gegenständen reibt.
Solange sie sich in dieser Umgebung aufhält, vermitteln ihr die gesetzten Duftmarken ein Gefühl des Wohlbefindens und der Sicherheit.
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